27.09.2017

Leadership-Programm: DFB-Fachtagung "Frauen in Verbandsgremien"


Ulrike Balzer (2.v.l.) aus Rostock erhielt in Frankfurt ihr Zertifikat als Mentorin des Leadership-Programms des DFB für Frauen im Fußball. Im Bild (v.l.n.r.): Frank Pohl (Geschäftsführer FV Sachsen), Joachim Masuch (Präsident LFV M.-V.), Dr. Stephan Osnabrügge (DFB-Schatzmeister) und Hannelore Ratzeburg (DFB-Vizepräsidentin).

Es war die Abschlussveranstaltung des Leadership-Programms für Frauen im Fußball: Der DFB hatte zur Fachtagung "Frauen in Verbandsgremien" 24 Mentees, ihre Mentorinnen und Mentoren sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus den Landesverbänden in die Verbandszentrale in Frankfurt am Main eingeladen.

Zunächst begrüßte die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball Hannelore Ratzeburg die Teilnehmer(innen) und übergab das Wort an Susanna Nezmeskal-Berggötz, Vice President Corporate Diversity bei Deutsche Post DHL Group. Sie verantwortet den Bereich Corporate Diversity, der die beiden Themen "Code of Conduct" und "Diversity Management" beinhaltet. In einem Impulsvortrag stellte sie den Teilnehmer(innen) vor, wie ein weltweit operierendes Großunternehmen das Thema Vielfalt lebt und wie das konzernweite Projekt "Frauen in Führungspositionen" aussieht.

"Große Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen"

In anschließenden Workshop-Phasen erfolgte eine Auswertung des DFB-Leadership-Programms für Frauen im Fußball sowie eine Erörterung zu Verbesserungspotenzial und Nutzenoptimierung. Die Durchsetzungskraft eines solchen Programms lebt sehr stark von der Akzeptanz und Unterstützung der jeweiligen Führungsebene. Hannelore Ratzeburg zeigte sich begeistert von den Teilnehmerinnen: "Sie zeigen alle eine große Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das hat mich sehr beeindruckt."

Im Anschluss übergaben DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg den Mentees im Rahmen eines feierlichen Abendessens ihre Zertifikate. Heute ging es für die 24 Mentees noch mal an die Arbeit. "Veränderungsmanagement" lautete das Thema des letzten Moduls des DFB-Leadership-Programms für Frauen im Fußball. Im Rahmen des DFB-Leadership-Programms für Frauen im Fußball absolvierten sie seit Oktober 2016 insgesamt drei Module zu den Themen "Selbstmanagement", "Kommunikation" und "Veränderungsmanagement". Durchgeführt und begleitet wurde das DFB-Programm von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Ratzeburg: "Stein ins Rollen gebracht"

Das DFB-Leadership-Programm für Frauen im Fußball trägt bereits erste Früchte: Seit dem DFB-Bundestag im November 2016 wurden fünf Teilnehmerinnen des Programms in DFB-Gremien und -Kommissionen berufen. Weitere Teilnehmerinnen übernahmen auf Landesverbandsebene verantwortungsvolle Positionen in Verbandsgremien.

Auch im DFB Masterplan-Amateurfußball hat das Thema Vielfalt in Gremien Einzug gefunden. Nach dem Startschuss in Form des DFB-Leadership-Programms für Frauen im Fußball ziehen die DFB-Landesverbände nach. In 2017 starteten 16 von 21 Landesverbänden ein eigenes Leadership-Programm für Frauen auf Verbandsebene. Drei weitere Landesverbände haben den Start eines Programms für 2018 angekündigt. Ratzeburg glaubt: "Wir haben hier einen Stein ins Rollen gebracht, und ich hoffe, dass die Frauen diese positive Stimmung mit in die Landesverbände tragen."


Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Kopernikusstraße 17a
18057 Rostock

Tel.: 0381 / 12855-0
Fax: 0381 / 12855-22
info[at]lfvm-v.de